MÄRKISCHES LAND

Neuromantische Schwarzweißfotografien einer Region

Das Märkische Land, sowie es die Mark Brandenburg mit territorial klaren Landesgrenzen gab und das heutige Land Brandenburg ebenso Bestand hat, gab und gibt es so nicht. Spricht man also vom Märkischen oder denkt an das märkische Land, so verbinden viele das heutige Land Brandenburg damit. So auch der Fotograf Danny Prusseit, der mit seiner Reihe Märkisches Land mittels Fotografien beschreibt, was für ihn typisch märkisch ist, vordergründig das märkisch Ländliche.

Der 1979 in Kyritz geborene Hobbyfotograf lebt und arbeitet seit nun mehr fast 20 Jahren in Berlin. Dort nutzt er sein größtenteils autodidaktisch erlerntes Wissen über die Fotografie allerdings nur in wenigen Ausnahmefällen im Nebenberuf, wie er berichtet. Das Fotografieren beitreibe er vor allem als ausgleichendes Hobby zu seinem eigentlichen Beruf, in dem er als Redakteur für ein Magazin eines gewerkschaftlichen Dachverbandes die Verantwortung trägt.

Die Fotografie für sich entdeckt habe er vor gut 12 Jahren. Angefangen hat alles mit einem Foto, das er im November 2010 im Hermann-Blankenstein-Park in Berlin machte. Seinerzeit noch im Automatikmodus mit der ersten eigenen digitalen Spiegelreflexkamera. Das damals entstandene Foto zeigt ein Weg nebst ein paar Bänken in einem nebelverhangenen Park. „Dieses Foto hat in mir das Feuer entfacht und war Anlass, mich mit der Fotografie intensiver zu beschäftigen“, erklärt Prusseit hierzu.

Verbunden mit dem Märkischen Land
Mit dem Märkischen Land verknüpft der Fotograf vor allem eins: Heimat. Aufgewachsen ist er nämlich in einem kleinen Ort namens Roddahn, gelegen in der südlichen Ostprignitz-Ruppin. Das heute noch knapp fünfzig Einwohner zählende Örtchen besucht er regelmäßig. Sein Elternhaus steht dort. Die Besuche bei den Eltern böten oftmals einen Ausgleich zu seinem Leben in Berlin. Fast immer bei diesen Besuchen dabei habe er die Kamera, auch wenn er nicht immer Zeit und Gelegenheit finde zum Fotografieren. Freuen tue er sich aber, wenn er Motive in seiner alten Heimat gefunden hat und diese mit nach Berlin nehmen kann, um sie dann später im digitalen Studio – seinem Computer – zu bearbeiten. „Es ist fast so, als versuche ich mit den Fotos etwas von meiner Heimat mit in mein Leben hier nach Berlin zu nehmen“, sagt der Hobbyfotograf.

Nicht verwundern dürfte also, dass die Stimmung, in den für die Reihe Märkisches Land aufgenommen Fotografien, gegenteilig ist zum Leben in der Großstadt. Die zwischen Elbe und Oder eingefangenen Motive, zeigen das Märkische Land nämlich von seiner ruhigen Seite. Die Bilder von Wanderwegen, von friedlich anmutenden Seen, Wiesen, Feldern und mehr wirken aber nicht verklärt. Sie zeigen das Märkische Land vielleicht etwas romantisiert. Das, so lässt sich vermuten, ist wohl die Absicht des Fotografens.

Das Sammeln von Bildern als Ziel
Auf die Frage, ob er mit den Fotografien ein bestimmtes Ziel verfolge, antwortet Prusseit „eigentlich nicht“. Ihm ginge es einfach nur darum diese Fotografien für sich zu machen und diese zu sammeln und er fügt an, dass es diese Fotografien nur auf seiner Internetseite zu sehen gebe. Man finde sie also nicht bei Instagram oder sonst wo. Auf lange Sicht könne er sich vorstellen, die Fotos in seinem Heimatdorf ausszustellen. Bereits 2018 gab es dort eine Ausstellung von ihm im Rahmen der Brandenburger Landpartie. Eine andere Möglichkeit wäre es, so Prusseit, die Fotos in einem Fotokalender zu packen. Zwar würde man darin nur zwölf Fotos aus der stetig anwachsenden Sammlung präsentieren können, aber immerhin. „Nichts muss, alles kann“, fügt der Hobbyfotograf hierzu an.

Anmerkung: Die hier zu sehende Reihe wird von Zeit zu Zeit mit Fotografien ergänzt.